Starseite Geophysik in Jena Institut für Geowissenschaften Friedrich-Schiller-Universität Jena

Aufgaben und Ziele des Observatoriums

Das übergeordnete Ziel der geodynamischen Beobachtungen im Observatorium Moxa lautet: Erfassung, Auswertung und Interpretation von Deformationen der Erdoberfläche bzw. des Erdkörpers und des Schwerefeldes. Dabei soll das gesamte Frequenzspektrum von der hochfrequenten Seismologie bis zu den Jahresperioden und länger beobachtet werden.

Für diese Beobachtungen stehen verschiedene geophysikalische Sensoren zu Verfügung. Die einzelnen Aufgaben ergeben sich aus den betroffenen geophysikalischen Teildisziplinen:


  • Seismologie

  • Station des GRSN (Deutsches Regionales Seismologisches Netz), STS-2 und STS-1
  • Zusätzliche Seismometer für kurz- und langperiodischen Bereich, VSJ-1/2, HSJ-1/2, TSJ, QSJ
  • Erste Auswertung, Monatsberichte, Bulletins
  • Information der Presse und der Öffentlichkeit über nahe Ereignisse


  • Strain

  • Kontinuierlicher Betrieb eines 3-Komponenten Strainmeters (Zwei Quarzrohre, drei Laser-Strain)
  • Kontinuierlicher Betrieb eines NBS3D-100 (eine Horizontal- und die Vertikalkomponente)
  • Bestimmung des Flächenstrains
  • Untersuchungen zum Strainseismographen


  • Gravimetrie

  • Kontinuierlicher Betrieb eines supraleitenden Gravimeters (Zweikugel-System), SG-CD034
  • Kalibrierung (z.B. Vergleich mit Absolutmessungen), BKG
  • Beitrag zum "Global Geodynamic Project" (GGP)
  • Zusätzlicher Betrieb von Federgravimetern, insbesondere LCR ET-18 und LCR SET-4
  • Gezeiten, indirekter Effekt, NDFW, Chandler Wobble, lang- und aperiodische Signale
  • hydrologisch induzierte Schwere-Variationen


  • Neigung

  • Neigungsmessungen mit ASKANIA-Bohrlochneigungsmessern
  • Neigungsmessungen mit einem LCR-Pendel (Leihgabe von Prof. Varga, Budapest)
  • Untersuchung von Auflast-Deformationen durch benachbarte Stauseen
  • Vergleich, Kalibrierung verschiedener Pendel
  • Datenanalyse, Interpretation (auch zur Vorbereitung anderer Projekte)


  • Wetter und Umwelt

  • Erfassung möglichst vieler Wetterparameter, u.a. Grundwasserpegel und Schneeauflast
  • Korrelation mit anderen Messgrößen
  • Korrektur (und Verbesserung bestehender Korrekturverfahren)

Zusätzlich wird im Observatorium ein Seismogramm-Archiv (ehemaliges DDR-Netz) verwaltet und es existiert ein Pendellabor mit einem 4.6 m tiefen Testbohrloch für die ASKANIA- Bohrlochneigungsmesser.

 

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